Der Ausverkauf geht weiter: Nach den europäischen Aktivitäten stößt der Konsumwarenhersteller nun auch die Werke in Lateinamerika ab (Foto: Tupperware)
Mit dem Kauf der beiden lateinamerikanischen Spritzgießwerke von Tupperware Brands (Orlando, Florida / USA) steigt der mexikanische Wettbewerber Betterware de Mexico (Zapopan / Mexiko) erstmals in die Produktion von direkt vertriebenen Konsumwaren ein. 250 Mio USD (210 Mio EUR) zahlt der frühere mexikanische Ableger der längst liquidierten gleichnamigen britischen Muttergesellschaft für die Fertigungsstätten in Rio de Janeiro (Brasilien) und Lerma (Mexiko) und bekommt die Tupperware-Exklusivlizenz für Lateinamerika obendrauf.
Die Transaktion dürfte sich für Betterware-Chef Luis Campos als Coup darstellen. Die kräftig verschuldete Tupperware steht trotz aller Anstrengungen auch nach dem Insolvenzverkauf an Party Products schwer unter Druck, der Preis wird deshalb niedriger sein als noch vor einigen Jahren. Campos war zwischen 1994 und 1999 President des Regionalsegments Tupperware Americas.