Neue Plattform für erneuerbare Chemikalien: die kürzlich eröffnete Bioraffinerie in Leuna (Foto: UPM)
Des einen Freud, des anderen Leid: Im sachsen-anhaltinischen Leuna – dort, wo zuletzt die Rettung des Polyamid-Erzeugers Leuna-Polyamid gescheitert war – hat UPM Biochemicals (Helsinki / Finnland) eine Bioraffinerie in Betrieb genommen. Die 1,37 Mrd EUR teure Anlage sei die weltweit größte Produktionslinie ihrer Art, erklärte das Unternehmen.
Die Anlage verarbeitet Holz zu Chemikalien: Zu diesen gehören Monoethylenglykol (MEG), Monopropylenglykol (MPG), funktionelle Füllstoffe sowie Industriezucker. Die Anwendungsgebiete reichen von der Herstellung von Polyestern bis hin zu Kosmetika, Baumaterialien und Autoreifen. Als Grundstoff eingesetzt werden Buchenholz-Abfälle aus einem Umkreis von etwa 200 km um Leuna. Durch enzymatische Hydrolyse wird die Biomasse in Zucker und Lignin aufgespalten, die anschließend weiterverarbeitet werden.