Der neue CEO: James Routh (Foto: Victrex)
Es ist ein gutes Zeichen: Der Absatz des PEEK-Spezialisten Victrex (Thornton Cleveleys / Großbritannien) stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 (30.9.) um 11,6 Prozent. Allerdings ging der Mengenzuwachs mit Preisnachlässen einher, durch die das Unternehmen den Verkauf angekurbelt hatte. Hinzu kamen widrige Währungseinflüsse sowie überproportionale Preisnachlässe – und damit verbunden Umsatzeinbußen – im margenträchtigen Medizintechnik-Geschäft, sodass die Gesamterlöse mit 292,7 Mio GBP (umgerechnet 338 Mio EUR) nur geringfügig nach oben gingen. Dass der Vorsteuergewinn um 44 Prozent auf 33,8 Mio GBP kletterte, lag vor allem an den negativen Sondereffekten, die deutlich geringer ausfielen als bei der ERP-Einführung im Jahr zuvor. Auf bereinigter Ebene gab der Vorsteuergewinn um 21 Prozent nach auf 46,4 Mio GBP.
Um die Profitabilität zu verbessern, will Victrex die Kosten weiter senken und bis 2027 jährlich zusätzliche 10 Mio GBP sparen. Umgesetzt werden die neuen Maßnahmen aber von einem neuen Chef: Denn nach acht Jahren an der Unternehmensspitze verabschiedete sich Jakob Sigurdsson in den Ruhestand. Als neuer CEO wurde zum 1. Januar 2026 James Routh berufen, der zuvor sieben Jahre lang AB Dynamics – einen Anbieter von Automobilprüfsystemen – geleitet hatte.