
Der September war ein unaufgeregter Monat: Die schwache Nachfrage zwang die Produzenten in den meisten Fällen, die leicht gesunkenen Kosten für Propylen (-10 EUR/t) an die Verarbeiter weiterzugeben. Nur hier und da kam es zu einem Rollover, in Einzelfällen auch zu einem etwas stärkeren Nachgeben der Notierungen. Trotz der Anlagendrosselungen wurde ausreichend Material produziert, um die Bedarfe zu decken. Importe aus Asien nahmen etwas ab, reicherten den Markt aber noch immer merklich an, sodass ein deutlicher Angebotsüberhang bestand.
Der Propylenkontrakt für Oktober wurde spürbar fester fixiert (+80 EUR/t). Erzeuger werden versuchen, die gestiegenen Kosten einzupreisen. Aufschläge sind deshalb wahrscheinlich, allerdings ist angesichts der schwachen Nachfrage kaum eine vollständige Umsetzung zu erwarten. Mit Blick auf ihre Orderbücher ist Verarbeitern eines klar: Das vierte Quartal wird kein gutes. Viele werden nur das Nötigste kaufen und frühzeitig anfangen, noch vorhandene teure Bestände abzubauen.