
Das Preisbild bei Standard-Thermoplasten in der ersten Oktoberhälfte war gemischt. In den meist etwas überversorgten Polyolefin-Märkten versuchten Erzeuger gar nicht erst, die komplette Monomerverteuerung durchzusetzen. Stattdessen rangierten die Abschlüsse meist bei etwa der Hälfte der Aufschläge für Ethylen und Propylen. Lediglich bei PE-Rohrmaterialien ging der komplette Monomeraufschlag durch, weil sich die Nachfrage etwas munterer zeigte. PVC lag etwa in der Mitte. Dagegen kam es bei den Styrolkunststoffen zur kompletten Weitergabe des um 279 EUR/t höher fixierten Styrolkontrakts. Bei EPS gingen die Preiserhöhungen sogar noch merklich darüber hinaus.
Größere Preisanpassungen wird es bei den Polyolefinen, PVC und EVA wohl bis Monatsende nicht geben. Dafür ist die Auftragslage zu schwach. Anbieter von Styrolkunststoffen hingegen könnten durchaus Zugeständnisse machen. Die Mehrzahl der Verarbeiter spielt auf Zeit und beobachtet den Markt sehr genau – auch weil viele noch über Lagerbestände verfügen und sich die abwartende Haltung leisten können. Nur bei wirklich rückläufigen Notierungen werden sie kaufen. Die Versorgungslage bleibt – auch wegen des zuletzt unerwartet geringen Abflusses in die Abnehmerindustrien – recht ordentlich.