
Der Markt bleibt mau. Auch zum Quartalswechsel gewann die Ordertätigkeit nicht an Fahrt, es mangelt an Impulsen. Somit konnten die Rezyklatanbieter ihre Verkaufspreise nur bei wenigen Werkstoffen stabil halten. Bei den meisten Materialien mussten sie Preisnachlässe einräumen, um nicht weitere Lagerbestände anzuhäufen – was auch trotz der Reduktionen nicht immer gelang.
Angesichts gestiegener Energie- und Einkaufskosten bräuchten die Rezyklierer eigentlich höhere Verkaufspreise. Aber wegen der schwachen Nachfrage gibt es für etwaige Preisanhebungen keinerlei Spielraum. Damit die Bestände nicht weiter wachsen und um die Notierungen wenigstens stabil zu halten, planen viele Rezyklierer nun, den Ausstoß vor dem Jahreswechsel über alle Produkte hinweg deutlich früher und stärker zu drosseln als sonst. Größere Preisbewegungen dürften für die kommenden Wochen somit nicht zu erwarten sein.