Mit der Neuorganisation reagiert Bosch auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck (Foto: Bosch)
Erst der Nettoverlust von 400 Mio EUR im Jahr 2025, dann die überraschende Ernennung von Christian Fischer zum CEO und die Ankündigung, bis 2030 in Deutschland rund 13.000 Stellen streichen zu wollen: Man könnte meinen, für ein Jahr seien das ausreichend Negativnachrichten aus dem Hause Bosch (Gerlingen). Jetzt kündigte das Management zusätzlich eine grundlegende Umstrukturierung der deutschen Geschäftsbereiche an. „Wir bewegen uns auf unseren Märkten in einem zunehmend schwierigen Umfeld“, erklärte Fischer zur Begründung. „Neue Wettbewerber, insbesondere aus Asien, verschärfen den Konkurrenzdruck.“
Der weltweit größte Automobilzulieferer plant, seinen deutschen Mobilitätsbereich – das Automobilzuliefergeschäft – sowie die deutschen Gesellschaften „Bosch Digital“, „Global Business Services“ und „Global Real Estate“ in eigenständige Einheiten auszugliedern. „Die vier Gesellschaften werden künftig als hundertprozentige Tochterunternehmen innerhalb der Bosch-Gruppe geführt“, hieß es aus Gerlingen. Die Umstrukturierung soll bis zum 1. August 2027 abgeschlossen werden.