Iustitia trägt Pickelhaube und reitet: Der Gerichtshof in Mailand hat Corepla unter Aufsicht gestellt (Foto: Pexels/Davide Cacciatori)
Das italienische Konsortium für die Sammlung, das Recycling und die Verwertung von Kunststoffverpackungen Corepla (Mailand) ist vom Gerichtshof in Mailand für ein Jahr unter gerichtliche Verwaltung gestellt worden. Hintergrund dieser Maßnahme sind Ermittlungen gegen den italienischen Recycling- und Sortierspezialisten Synextra (Mailand / Italien), der seit 2023 zu GreenDot („Grüner Punkt“, Köln) gehört. Synextra werden Verstöße gegen das Umwelt- und Abfallrecht vorgeworfen.
Der gerichtlich bestellte Verwalter solle mit den bestehenden Leitungsorganen und dem Management von Corepla zusammenarbeiten und diese nicht ersetzen, heißt es. Der laufende Betrieb werde fortgeführt, erklärte das Konsortium. Corepla wies die Vorwürfe zurück und betonte, seine Aufgaben nach eigener Auffassung ordnungsgemäß und im Einklang mit den geltenden Vorschriften erfüllt zu haben und vollständig mit den Behörden zu kooperieren.