Fordert Schadenersatz von Belgien: Ineos-CEO Sir Jim Ratcliffe (Foto: Ineos)
Drei Gesellschaften des Petrochemiekonzerns Ineos (London / Großbritannien) haben die flämische Regionalregierung auf einen milliardenschweren Schadenersatz für die Verzögerungen beim Crackerneubau „Project One“ verklagt. Das geht aus einem Bericht der Schlichtungsstelle der Weltbank sowie einer Mitschrift der entsprechenden Diskussion im Parlament der Region Flandern hervor. Der flämische Regierungschef Matthias Diependaele wies jede Schuld der Regierung an Verzögerungen und Mehrkosten zurück.
Fünf Monate stand die Ineos-Baustelle im Hafen von Antwerpen still, nachdem der flämische Rat für Genehmigungsstreitfälle die in den Jahren 2021/2022 erteilten Bau- und Umweltgenehmigungen 2023 gekippt hatte. Es dauerte bis Anfang 2024, bis die Baugenehmigung erneut erteilt wurde.