Logistik: Reedereien zwischen Geldverdienen und Reibachmachen

12.07.2021

Stimmungsvoll trotz schlechter Laune: die Maasvlakte (Foto: Rotterdam Port Authority; Danny Cornelissen)Stimmungsvoll trotz schlechter Laune: die Maasvlakte (Foto: Rotterdam Port Authority; Danny Cornelissen)

Seit September 2020 hält auf dem Container-Schifffahrtsmarkt eine Preis-Hausse an, die die Frachtraten von China nach Europa mehr als versiebenfacht hat. Von einer Trendumkehr ist auch in der KW 27 nichts zu sehen. Nach KI-Recherche kostet ein 40-Fuß-Container von China nach Nordeuropa nach wie vor 12.650 USD (10.540 EUR). Für Südeuropäer wurde die Passage aus China sogar um 2,1 Prozent teurer und muss nun mit 12.150 USD (10.125 EUR) kalkuliert werden.

Und auch für die Strecke von Nordeuropa an die Ostküste Amerikas muss erneut mehr berappt werden: Der Transport eines Containers kostet diese Woche 6.150 USD (5.125 EUR). Das ist gegenüber der Vorwoche ein Plus von 5,1 Prozent. Auf dem Weg zurück schlägt die Büchse dann, wie schon in der vergangenen Woche, mit 735 USD (612 EUR) zu Buche. Reedereien dürfen und müssen mit ihren Containerschiffen Geld verdienen. Schließlich sollen sie ja auch in immer neue, umweltfreundlichere Technik investieren können. Aber das Bewusstsein dafür, dass zwischen Geldverdienen und Reibachmachen ein kleiner, aber entscheidender Unterschied liegt, scheint bei so manchem in der Branche verlorengegangen zu sein.

    © KI – Kunststoff Information, Bad Homburg

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