
Schon lange ist China nicht mehr die Werkbank der Welt, als die das Reich der Mitte einst galt. Steigende Löhne, Pekings zunehmende Regulierung samt Umbau der Wirtschaft sowie geopolitische Risiken trugen dazu bei, dass viele internationale Konzerne sich nach alternativen Produktionsstandorten umschauten. Der Aufbau neuer Kapazitäten spiegelt sich in der Entwicklung der Direktinvestitionen aus dem Ausland wider: Im Jahr 2022 beliefen sie sich nach Angaben der Agentur Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing (gtai, Berlin; ) auf 17,9 Mrd USD (15,1 Mrd EUR), stiegen 2023 auf 18,5 Mrd USD und 2024 auf 20,2 Mrd USD.
Aus der deutschen Kunststoffindustrie sind in dem südostasiatischen Land beispielsweise der Medizintechnikkonzern B. Braun, der Baustoffanbieter Knauf, der Klebebandhersteller Tesa (Hamburg), der Reinigungsgeräte-Spezialist Kärcher (Winnenden; ) und der Spielzeugproduzent Schleich (Schwäbisch Gmünd; ) mit eigenen Werken vertreten.