Alles noch abgeschaltet: PE-HD-Anlage im ungarischen Tiszaújváros (Foto: TVK)
Länger als erwartet wird die Reparatur des Crackers 1 im ungarischen Tiszaújváros dauern. Das teilte der Petrochemiekonzern Mol (Budapest / Ungarn) in einem Kundenschreiben mit, das Kunststoff Information vorliegt. Danach sollen die Arbeiten nach der inzwischen abgeschlossenen zweimonatigen Überprüfung aller Anlagenteile „bis über das Jahresende 2026 hinaus“ dauern. Auch die von Mol erklärten Forces Majeures auf die Mehrzahl der am Standort erzeugten Zwischenprodukte und Polymere bleiben bestehen.
Am 2. Mai 2026 hatte eine Explosion an einem der beiden Cracker einen Arbeiter getötet und neun weitere verletzt. Am Standort verfügt Mol über einen zweiten Cracker sowie mehrere Folgeanlagen für Polyethylen und Polypropylen. Derzeit würden die Ergebnisse der Prüfungen von eigenen und externen Experten evaluiert, heißt es in dem Brief. Weitere Details dazu sowie zu einem möglichen Wiederanfahrtermin will Mol im September veröffentlichen.