Der kleinere Cracker in Tiszaújváros kann den Olefinbedarf der Polymerisationslinien nicht allein stemmen (Foto: Mol)
Die Explosion an einem der beiden Cracker von Mol (Budapest / Ungarn) im ungarischen Tiszaújváros zieht weitere Kreise. Die Force Majeure, die das Unternehmen Ende Mai zunächst nur für Polyethylen-HD erklärt hatte, wurde inzwischen auf alle am Standort produzierten Polymere ausgeweitet.
Der zweite kleinere Cracker in Tiszaújváros kann die Anlagen – zwei Linien für PE-HD, eine für PE-LD sowie zwei für Polypropylen – nicht allein versorgen. Auch – so erklärte eine Mol-Sprecherin auf Nachfrage von KI – seien zum Ende der Wartungsarbeiten sowohl die Vorräte der Vorprodukte Ethylen und Propylen als auch die der Basispolymere auf kritischem Niveau. Wegen des fehlenden Ethylens kann die abgeschaltete PE-HD-Anlage zudem nicht wie vorgesehen wieder angefahren werden.