In Maceio im Bundesstaat Alagoas muss Braskem kräftig für verursachte geologische Schäden bluten (Foto: Braskem)
Nach und nach kristallisieren sich weitere Teile der PVC-Strategie von Olin (Clayton, Missouri / USA) heraus. Nach der Vermarktung des vom französischen PVC-Hersteller Kem One (Lyon / Frankreich) erzeugten PVC in den USA plant der Konzern nun auch eine Zusammenarbeit mit Braskem (São Paulo / Brasilien; ). Die strategische Partnerschaft mit den Brasilianern besteht aus einer langfristigen Belieferung mit dem PVC-Vorprodukt Ethylendichlorid aus Olin-Erzeugung.
Hintergrund für die Liefervereinbarung ist die Stilllegung der Chlor-Alkali-Aktivitäten von Braskem im nordöstlichen Bundesstaat Alagoas. Die Maßnahme resultiert wesentlich aus Rückstellungen sowie Zahlungen von umgerechnet knapp 3 Mrd EUR an den Bundesstaat, um geologische Schäden durch Bodensenkungen und Erdbeben aufgrund des jahrzehntelangen Salzabbaus unter der Stadt Maceió auszugleichen. Damit fehlen Braskem in der PVC-Strecke nun Anlagen für die Vor- und Zwischenprodukte Chlor, Natriumhydroxid und EDC.