Profitieren die USA vom Handelsabkommen mehr als die EU: Bei Polyethylen scheint die Lage klar (Foto: Pexels/Polina Zimmerman)
Das vor wenigen Tagen in Kraft getretene Handelsabkommen zwischen der EU und den USA droht den europäischen Polyethylen-Markt in massive Turbulenzen zu stürzen. Denn der vollständige Wegfall von Zöllen auf US-Importe könnte zu einer Überflutung der EU mit billig produziertem PE aus den USA führen, glaubt Martin Bäcker, Leiter Polymerpreise beim Branchendienst Kunststoff Information.
Zahlreiche Beobachter befürchten, dass der Handelsdeal zulasten der ohnehin gebeutelten europäischen Chemie- und Kunststoffindustrie gehen könnte. Aufgrund der hohen Energie- und Produktionskosten ist vor allem die Erzeugung von Basischemikalien, aber auch insbesondere von Standard-Thermoplasten in Europa im internationalen Vergleich kaum noch wettbewerbsfähig.