Erste Epoxidharze sollen im Ural demnächst ausgeliefert werden (Foto: Polyplast)
Die Emanzipation Russlands von Polymer-Importen schreitet voran: Die erste und bisher einzige Epoxidharz-Erzeugung im Land errichtet Polyplast (Moskau / Russland) in Pervouralsk bei Jekaterinburg. Das Werk sollte bereits im vergangenen Jahr in Betrieb gehen, der Start wurde jedoch auf 2026 verschoben. Grund für die Verzögerung sind möglicherweise die gegen Russland verhängten Technologiesanktionen. Darauf deutet auch hin, dass sich der Bau von ursprünglich 8 auf nun 12,5 Mrd RUB (140 Mio EUR) verteuerte.
Der Baustoff- und Bauchemie-Hersteller mit acht Werken in Russland will bei der Tochtergesellschaft Polyplast-UralSib in Pervouralsk unter der Marke „Polex“ flüssige und feste Epoxidharze produzieren. Letztere sollen gut ein Drittel der Kapazität ausmachen. Es gebe eine große Inlandsnachfrage nach Epoxidharzen, betonte UralSib-Geschäftsführer Ilya Gorobets. Der Ausstoß der kommerziellen Linie könne den gesamten russischen Bedarf decken.