Feuerwehrleute im Petrochemie-Komplex nahe der Stadt Svobodny nehmen Luftproben an der Unglücksstelle (Foto: Russ. Ministerium für Katastrophenschutz)
Eine schwere Explosion hat am Morgen des 25. August 2026 Teile des Amur Gas Chemical Complex (AGCC) im Osten Sibiriens unweit der Grenze zu China erschüttert. Nachdem die Behörden zunächst nur von wenigen Verletzten gesprochen hatten, mussten sie ihre Angaben bald korrigieren: Demnach starben bei dem Unglück sieben Menschen, 152 wurden wohl meist leicht verletzt. Einer der Toten soll russischer, die übrigen sechs chinesischer Herkunft sein. Neun weitere Personen chinesischer Herkunft werden noch vermisst. Nach zwei Stunden soll das infolge der Explosion ausgebrochene Feuer unter Kontrolle gewesen sein.
Der Unfall ereignete sich laut dem Katastrophenschutzministerium in der zentralen Pyrolyse-Einheit des Crackers. Zum Umfang und der Höhe des Schadens wurden keine Angaben gemacht. Ob bei dem Umglück die Polyolefin-Linien beschädigt wurden, ist nicht bekannt. Allerdings wurden offenbar sämtliche im Hochlaufprozess befindlichen Anlagen heruntergefahren.