Rund 2.000 km von der Ukraine entfernt: Petrochemieanlagen von ZapSibNeftekhim in Tobolsk (Foto: Sibur)
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff am 10. August 2026 scheint die Polymer-Erzeugung am größten russischen Olefin- und Polyolefin-Komplex in Tobolsk komplett stillzustehen. Das legen Meldungen auf dem Auftragsportal des staatlichen Petrochemiekonzerns Sibur (Moskau / Russland) nahe, der Teile der dortigen Anlagen betreibt. Auf dem russischen Nachrichtenkanal „Telegram“ bestätigte Regionalgouverneur Alexander Moor „eine Attacke mit anschließendem Brand auf einem Industriegelände in der Region Tyumen“ – in der Tobolsk liegt.
Der Angriff soll vornehmlich der Gasfraktionierung am Standort gegolten haben, heißt es. Offenbar wurden aber auch der Gascracker sowie die Polymerisationen der Sibur-Tochtergesellschaft ZapSibNeftekhim in Mitleidenschaft gezogen. Gesicherte Informationen zum Ausmaß der Schäden und der Länge eines möglichen Ausfalls gibt es bislang nicht. Sibur antwortete zunächst nicht auf eine entsprechende Nachfrage von Kunststoff Information.