
Im Dezember 2025 dominierte an den nordamerikanischen Polymermärkten der Rollover. Unter den berichteten Sorten zog angesichts festerer Benzolpreise lediglich Polystyrol an, bei den übrigen styrolbasierten Sorten verpuffte der Effekt. Das schwache Nachfrageumfeld in den wichtigen Abnehmerbranchen Verpackung, Konsumgüter, Automobil und Bau sprach gegen Preiserhöhungen. Dies berichtet der Branchendienst Kunststoff Information (KI, Bad Homburg) im aktuellen Online-Report.
Zwar drosselten viele Produzenten ihre Anlagen und bauten Lagerbestände ab, doch die Nachfrage blieb zu verhalten, um dem Markt spürbaren Auftrieb zu geben. Auch Spotpreise wurden vielfach bewusst weich gehalten, um Material zu platzieren und Bestände zu reduzieren, berichtet der KI-Kooperationspartner RTi (Fort Worth, Texas / USA; ).
Für den Januar 2026 haben Produzenten für mehrere Sorten Preiserhöhungen angekündigt, gestützt auf niedrige Lagerbestände, anstehende Wartungen und steigende Vorproduktkosten, etwa durch Turnarounds bei Propylenanlagen oder höhere Benzolpreise. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage aber schwach, sodass die Durchsetzbarkeit dieser Aufschläge unsicher ist.