
Die prekäre Situation an der Straße von Hormus bestimmte im April 2026 weiterhin die Geschehnisse auch im europäischen PET-Markt. Aufgrund der sehr unsicheren weiteren Versorgungslage blieben die Käufer trotz anhaltend eher schwacher Endmärkte verzweifelt auf der Suche nach Mengen. Die europäischen Erzeuger versuchten, die Anlagen auszulasten – so gut es die Vorproduktverfügbarkeit eben zuließ. Da die Lager bereits im März leergefegt wurden, reichte die Produktion jedoch nur zu Geschäften „von der Hand in den Mund“.
Importe sowohl von PX als auch PET rückten nach längerer Zurückhaltung seitens der Abnehmer wieder in den Fokus. Da die Preise explodierten, wurde der europäische Markt aus der Sicht exportierender Länder sehr attraktiv. Dennoch reichten die Mengen hinten und vorne nicht aus, um die besorgten Abnehmer zu befriedigen. Resultat waren Preissteigerungen um satte dreistellige Beträge.