
Im April geriet der europäische PVC-Markt spürbar aus dem Gleichgewicht: Selten zuvor prallten derart ambitionierte Preisforderungen der Erzeuger auf ebenso entschlossenen Widerstand aufseiten der Verarbeiter. Im Zuge des um 450 EUR/t gestiegenen Ethylenkontrakts versuchten viele Anbieter, Aufschläge in ähnlicher Größenordnung durchzusetzen. Trotz intensiver Verhandlungen und teils aggressiver Gegenangebote gelang es den Produzenten dennoch, spürbare Preiserhöhungen durchzusetzen.
Die Nachfrageentwicklung hingegen vermittelt ein trügerisches Bild: Zwar zog der Auftragseingang bei den Verarbeitern zwischenzeitlich an, doch handelt es sich dabei überwiegend um Vorzieheffekte zur Absicherung gegen weitere Verteuerungen. Eine nachhaltige Belebung – insbesondere aus der weiterhin schwachen Bauindustrie – blieb bislang aus.