
Ein KI-Panelteilnehmer fasste die Marktlage ebenso treffend wie fatalistisch zusammen: „Egal, wie tief die Preise sinken. Wir als Kunststoffverarbeiter kaufen ohnehin nichts.“ Etwas differenzierter formuliert, heißt das: Der Propylenkontrakt tendierte im Juni um 30 EUR/t leichter. In den Verhandlungen konnten Verarbeiter aber deutlich größere Abschläge erwirken. Denn die Preise waren in den Monaten zuvor massiv gestiegen – und aus der Nachfrage kamen keinerlei Impulse.
Für Juli ist keine Trendwende zu erwarten: Der Propylenkontrakt setzt seine Talfahrt fort. Da die Abrufe weiter vor sich hindümpeln, dürften die Bestände der Erzeuger ansteigen. Verarbeiter üben sich nach wie vor in Kaufzurückhaltung. Die Sommerzeit mit ihren Ferien dämpft die Abrufe erneut.