
Der Nahost-Krieg und die Drohkulisse um eventuelle Einschränkungen in der Verfügbarkeit schütteln den PUR-Markt kräftig durcheinander. Verträge, die noch im Februar für den März abgeschlossen worden waren, starteten ursprünglich beim Rollover und reichten bis zu leichten Preissteigerungen um 30 EUR/t herum. Nach Kriegsausbruch wollten Erzeuger und Distributeure diese Abschlüsse nicht mehr erfüllen und forderten – je nach Komponente – Anpassungen von bis zu 350 EUR/t. Zum großen Teil konnten diese Forderungen im bisherigen Märzverlauf auch umgesetzt werden, zumal es mehr oder weniger unverblümte Hinweise auf eventuelle Versorgungsengpässe gab.
Für die kommenden Wochen kursieren bereits weitere deutliche Erhöhungsforderungen der Erzeuger, die in der Spitze 400 EUR/t erreichen. Verarbeiter werden wohl höhere Preise akzeptieren müssen, eine Komplettumsetzung der Forderungen ist aber eher unwahrscheinlich.