
Die Preisentwicklung der PVC-Notierungen orientierte sich stark an der Bewegung des Vorprodukts Ethylen. Entsprechend wurde der Monatskontrakt für PVC im Rollover geschlossen. Für Dezember gab es sonst ohnehin nicht viel zu besprechen, vielmehr widmete man sich schnell den Jahresgesprächen für 2026. Das Angebot war mehr als ausreichend, die Nachfrage entsprechend des Jahresendes sehr gering.
Eine unerfreuliche Überraschung gab es dann doch noch: die Insolvenzverkündung von Vynova Wilhelmshaven. Dies führte unweigerlich dazu, dass einige Verarbeiter sich nochmal im Rahmen der Jahresgespräche neu orientieren mussten. Bei denen, die ihre Verhandlungen bereits mit anderen Lieferanten abgeschlossen hatten, trübte es die Stimmung.
Der Vorfall unterstreicht den aktuell katastrophalen Zustand der europäischen PVC-Industrie. Angesichts der schwierigen Lage werden Erzeuger versuchen, den Rückgang des Ethylen im Januar von 25 EUR/t nicht weiterzugeben – zumal die neuen Startpreise für 2026 bereits eine Anpassung nach unten bedeuten. Dies berichtet der Branchendienst Kunststoff Information (KI, Bad Homburg) im aktuellen Online-Report.