
Der Krieg im Nahen Osten hat zu massiven Turbulenzen geführt – auch am hiesigen Markt für Standard-Thermoplaste. Lieferketten wurden gestört, die Kosten für Energie und Transport schossen in die Höhe. Die Einpreisung der gestiegenen Monomerkosten für Ethylen, Propylen und Styrol reicht den Kunststofferzeugern im März 2026 daher bei Weitem nicht aus. Vielmehr verzeichnen fast alle Werkstoffe bereits zu Monatsbeginn dreistellige Aufschläge. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht in Sicht. Denn wegen der hohen Unsicherheit fixierten viele Anbieter die Polymerpreise nur auf Wochen- oder sogar Tagessicht, um Spielraum für nochmals höhere Anhebungen zu schaffen. Somit werden die Aufschläge für Materialien wie PE, PP, PS und EPS im weiteren Monatsverlauf sicherlich noch höher ausfallen.
Gekauft wird trotzdem. Denn viele Verarbeiter versuchen, sich Mengen zu sichern – aus Furcht, dass drohende Rohstoffengpässe und ausbleibende Importe die Versorgungslage beeinträchtigen und die Polymerpreise weiter in die Höhe treiben könnten.