Trendbericht Juni: Polyolefin-Notierungen geben deutlich nach

17.06.2026

Es ist wieder ein Käufermarkt, die Preise kippen. Die Nachfrage ist schwach, eine Marktakteurin bezeichnete die Bedarfe gar als „unterirdisch“. Die meisten Verarbeiter kauften Anfang Juni nicht mehr Mengen als unbedingt nötig. Denn viele verfügen nach den Sicherungskäufen zu Beginn des Nahost-Konflikts über reichlich Lagerbestand. Zudem rechnen sie mit weiter fallenden Preisen. Darüber hinaus naht die Urlaubszeit, in der viele Firmen den Betrieb zeitweise ruhen lassen. 

Vor diesem Hintergrund zeichnen sich bei den Polyolefinen Preissenkungen ab, die dreistellig ausfallen dürften und damit weit über die Rückgänge von C2 (-50 EUR/t) und C3 (-30 EUR/t) hinausgehen. Auch bei PVC wird es im Juni wohl nicht nur bei der Einpreisung der veränderten Kosten bleiben. Etwas mehr Stabilität gibt es nach dem leichten Anstieg der SM-Referenz (+15 EUR/t) bei den Styrolkunststoffen. Doch auch hier werden die Preise im weiteren Monatsverlauf wohl noch etwas aufweichen.

    © KI – Kunststoff Information, Bad Homburg

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