Die Uhr tickt: Der brasilianische Konzern hat nun 90 Tage Zeit, sich mit seinen Gläubigern abzustimmen (Foto: Braskem)
Die Schuldenlast wurde offenbar zu erdrückend: Der Kunststoffkonzern Braskem (São Paulo / Brasilien) hat eine außergerichtliche Sanierung beantragt. Vorgesehen sei die Restrukturierung unbesicherter Verbindlichkeiten von rund 10,9 Mrd USD (9,3 Mrd EUR), wie das Unternehmen mitteilt. Zum Zeitpunkt der Antragstellung am 24. August 2026 hätten Gläubiger, die 39,6 Prozent der betroffenen Finanzforderungen halten, dem vorläufigen Sanierungsplan bereits zugestimmt, heißt es.
Braskem hat nun 90 Tage Zeit, um eine Mehrheit der Gläubiger für einen finalen Sanierungsplan zu gewinnen. Während dieser Stillhaltefrist ist das Unternehmen vor Vollstreckungsmaßnahmen geschützt. Um sich auf internationaler Ebene abzusichern, beantragte der brasilianische Konzern Medienberichten zufolge auch Gläubigerschutz nach Chapter 15 des US-Insolvenzrechts.