Bisheriger Verlauf des Taifuns „Bavi“ über Ostchina bis zum 13. Juli 2026 (blaue Linie) und Prognose der weiteren Bewegung nach Nordkorea (Quelle: Japan Meteorological Agency)
Taifun „Bavi“ ist am frühen Sonntagmorgen, 12. Juli 2026, auf die Küsten der ostchinesischen Provinzen Zhejiang und Fujian getroffen. Die drei Tage zuvor eingeleiteten Schutzmaßnahmen – unter anderem die Abschaltung oder Drosselung zahlreicher Petrochemie-Anlagen sowie die Schließung wichtiger Häfen – führten nach Recherchen der Marktbeobachter des Branchendiensts Kunststoff Information zwar zu weitreichenden Versorgungsengpässen im Land. Die Schäden durch den Taifun waren jedoch geringer als befürchtet. „Bavi“ zieht inzwischen, zum Tropensturm abgeschwächt, weiter in Richtung Nordkorea. Die südkoreanischen Anlagen, beispielsweise am wichtigen nördlich gelegenen Standort Daesan, werden nach vorliegenden Informationen nicht betroffen sein.
Letztlich blieb die Zerstörungskraft des Taifuns geringer als befürchtet. Am Abend des 12. Juli nahmen Chemieanlagen und -häfen in Fujian die Produktion schrittweise wieder auf. Das gilt auch für die Kunststoffverarbeiter im Landesinneren von Zhejiang. In den großen Küstenraffinerien in Ningbo werden derzeit Pipelines und Elektrik geprüft, sodass es noch mindestens bis zum kommenden Wochenende dauern dürfte, bis die volle Kapazität wieder erreicht wird. In den Häfen von Shanghai und Jiangsu gelten weiterhin Einschränkungen für den Schiffsverkehr.