Symbolbild (Foto: Panthermedia/Fastof)
Die militärische Eskalation zwischen den USA und Israel sowie dem Iran und die davon ausgelöste faktische Blockade der Straße von Hormus haben innerhalb weniger Tage einen massiven Angebotsschock an den globalen Energiemärkten ausgelöst. Der Transport eines erheblichen Anteils der weltweiten Öl- und LNG-Exporte ist damit eingeschränkt. Zwar bezieht Europa nur einen geringen Teil der Mengen aus dem Nahen Osten und ist somit nicht unmittelbar betroffen, ist aber Allokationen der Mengen und Arbitrage der Länder/Lieferanten ausgesetzt.
Der Gasmarkt reagierte besonders stark: TTF-Großhandelspreise eröffneten zum Frontmonat mit einem Sprung von rund 19 Prozent und erreichten zwischenzeitlich mehr als 49 EUR/MWh. Im Spotmarkt waren zeitweise sogar Rekordwerte von knapp 60 EUR/MWh zu sehen, die an 2022 erinnerten. Auslöser ist das Risiko eines erheblichen Angebotsausfalls.