Im Höhenflug: Evonik-Vize Dr. Claus Rettig (Foto: Evonik)
Ebenso wie bei BASF und auch Dow Chemical liefen die Geschäfte für Evonik (Essen) im dritten Quartal besser als erwartet. Und ebenso wie der deutsche Wettbewerber hob der Spezialchemie-Anbieter die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 an. Gefallen wird das dem Konzern aus Ludwigshafen nicht, dürfte es doch die angestrebte Übernahme von Evonik zumindest verteuern und wohl auch zusätzlich erschweren. Zuletzt hatten sowohl die Regierungskoalition aus CDU und Grünen in Nordrhein-Westfalen als auch der Evonik-Vorstand den Kauf abgelehnt.
Evonik meldete für die drei Monate von Juli bis September ein bereinigtes Ebitda, das mit 629 Mio EUR um 40 Prozent höher lag als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Vorstand um Interims-CEO Dr. Claus Rettig erwartet nun einen Wert für das Gesamtjahr in der oberen Hälfte des zuvor ausgegebenen Korridors von 2 bis 2,2 Mrd EUR – trotz der Einmalkosten für die Restrukturierung von gut 300 Mio EUR.