
Mit dem Quartalswechsel waren allgemein Preisabwertungen erwartet worden. Doch dazu kam es nicht: Erzeuger wie Compoundeure versuchten mit aller Macht, die Notierungen dreistellig in die Höhe zu treiben. Sie begründeten dies mit stark gestiegenen Kosten für Energie und Logistik. Die Nachfrage war aber weiterhin so schwach, dass dies nur in Teilen gelang. Hinzu kamen Zugeständnisse der Erzeuger bei den beginnenden Jahreskontraktgesprächen, um die Verarbeiter nicht vollends zu verärgern.
Gegen Ende des Jahres und bei steigenden Kosten hielten sich Verarbeiter mit Bestellungen zurück und kauften nur, was sie wirklich dringend benötigten. Die Sorge um Verfügbarkeiten hat deutlich nachgelassen. Insgesamt bewegt sich das Jahr mit großen Schritten seinem Ende entgegen. Nur vereinzelt sehen Verarbeiter aufkeimende Nachfrage. Im November werden Anbieter erneut versuchen, ihre höheren Kosten an den Markt weiterzureichen.