Plant weitere Stellenstreichungen: der Automobilzulieferer aus Herzogenaurach (Foto: Schaeffler)
Der Automobilzulieferer Schaeffler (Herzogenaurach) verschärft seinen Sparkurs. In Europa will das Unternehmen 3.460 zusätzliche Stellen abbauen, davon 2.660 in Deutschland. Zudem sei die Schließung von fünf Standorten geplant – davon vier in Deutschland –, wie Schaeffler mitteilte. Der Abbau von Überkapazitäten und die Senkung der Personalkosten sollen dazu beitragen, die jährlichen Kosten von 2030 an um rund 300 Mio EUR zu senken. Zunächst aber entstehen Sonderbelastungen von 480 Mio EUR.
Die vier deutschen Standorte, denen das Aus droht, sind vor allem auf Produkte für Verbrennungsmotoren oder Entwicklung und Elektronik ausgerichtet. Anpassungen sind aber auch für eine Reihe anderer Standorte vorgesehen. Aus Kunststoffsicht ist dabei das Werk in Höchstadt zu nennen, wo der Spritzgießwerkzeugbau eingestellt werden soll. Weitere, nicht näher spezifizierte Sparmaßnahmen sollen an den ebenfalls kunststoffrelevanten Standorten in Herzogenaurach, Bühl und Kysuce / Slowakei erfolgen.