Finanzinvestoren: 3 Fragen an... den Private-Equity-Experten Frank Hüther

09.12.2021

Finanzinvestor: Frank Hüther (Foto: Abacus Alpha)Finanzinvestor: Frank Hüther (Foto: Abacus Alpha)

KI: Sind Unternehmen aus der Kunststoffbranche attraktive Kaufkandidaten für Private-Equity-Beteiligungen

Frank Hüther: Grundsätzlich ja. Zwar bewegt sich der Kunststoffsektor, wie die chemische Industrie insgesamt, seit einigen Jahren in einem herausfordernden Marktumfeld. Globale Handelsstreitigkeiten und strengere Umweltauflagen setzen die Unternehmen unter Druck. Trotzdem ist die Kunststoffbranche attraktiv für Private Equity.

KI: Unter welchem Anlagedruck steht Ihre Branche?

Hüther: Die Assetklasse Private Equity hat sich etabliert. In den Anlageportfolios institutioneller Investoren spielt sie eine zunehmend große Rolle. Beteiligungsgesellschaften konnten in den vergangenen Jahren erhebliche Mittelzuflüsse verbuchen. Robuste und zukunftsfähige Unternehmen auf dem Markt sind sehr begehrt. Und für diese werden auch hohe Preise gezahlt.

KI: Wie werden die Unternehmen in der Chemiebranche gefunden?

Hüther: Viele Private-Equity-Fonds verfügen über ein tiefes Branchenwissen meist ehemaliger Chemiemanager. Wer den Markt genau kennt und weiß, wonach er sucht, wird auch fündig.

KI: Welche Rolle spielen ESG-Kriterien bei Investments?

Hüther: Eine große. Die Steuerungsfunktion, die ESG schon heute für Investoren hat, wird dazu führen, dass die Finanzausstattung und in der Folge die Wettbewerbsfähigkeit ESG-konformer Unternehmen – auch in der Kunststoffbranche – besser sein werden als die anderer Unternehmen.

Frank Hüther ist Vorstandssprecher beim Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Berlin), der Branchenorganisation der Beteiligungskapitalbranche, und Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft Abacus Alpha.

© KI – Kunststoff Information, Bad Homburg

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