In die Insolvenz gerutscht: das Unternehmen aus Neunkirchen (Foto: Karl Hess)
Mit dem Spritzgießunternehmen Karl Hess (Neunkirchen) ist ein weiterer Kunststoffverarbeiter in Schieflage geraten. Der Hersteller technischer Teile für Sektoren wie Automotive, E+E und Hausgeräte hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das zuständige Amtsgericht Siegen bestellte Rechtsanwalt Nikolaos Antoniadis vom Solinger Büro der Kanzlei Anure zum vorläufigen Insolvenzverwalter, der bereits erste Gespräche mit potenziellen Interessenten führt.
Hess verfügt über zwei Standorte in Neunkirchen und in Uherce / Tschechien, die Belegschaft umfasst eigenen Angaben nach 550 Mitarbeiter. Die Tochtereinheit Hess Pilsen Injection in Tschechien, bei der Medienberichten zufolge 250 der 550 Arbeitnehmer beschäftigt sind, ist von der vorläufigen Insolvenz offenbar jedoch nicht betroffen.