Braucht mehr Geld, das von einem zusätzlichen Investor kommen soll: Martin Naundorf (Foto: InfraLeuna)
Schon bei der Vorstellung des Sanierungsplans im April hatte Geschäftsführer Martin Naundorf die Rettung der Leuna-Polyamid GmbH (Leuna) als „kein leichtes Unterfangen“ bezeichnet. Nun zeigt sich, wie recht er hatte. Unter anderem offenbar wegen dramatisch gestiegener Preise infolge des Iran-Kriegs hat die neu gegründete Auffanggesellschaft – entstanden aus der insolventen Domo Caproleuna – am 17. Juni 2026 Insolvenzantrag beim Amtsgericht Stendal gestellt.
In Eigenverwaltung will Naundorf den Geschäftsbetrieb fortführen und gleichzeitig nach einem strategischen Investor suchen. Ob die aktuellen Gesellschafter Leuna-Harze und InfraLeuna – die Leuna-Polyamid im April mit dem Segen des Landes Sachsen-Anhalt gerettet hatten – weitere finanzielle Mittel bereitstellen werden, ist offen.