Pressekonferenz zur Rettung: Martin Naundorf (Leuna-Polyamid), Klaus Paur (Leuna-Harze), Dr. Christof Günther (InfraLeuna), Ministerpräsident Sven Schulze, Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann und Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther (v.l.n.r.; Screenshot: KI)
Als „Leuna-Lösung“ hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) auf einer Pressekonferenz die Rettung für die insolvente Domo Caproleuna bezeichnet. Den Erhalt von 436 Arbeitsplätzen lässt sich das Land rund 80 Mio EUR kosten. Das Unternehmen stehe nun „auf sicheren Füßen“, betonte Klaus Paur von Leuna-Harze, mit InfraLeuna-Chef Dr. Christof Günther einer der wesentlichen Architekten der Übernahme.
Die neue Leuna-Polyamid – deren Kaufpreis nicht genannt wurde – wieder zu einem „gesunden mittelständischen Unternehmen“ zu machen, wie es deren neuer Geschäftsführer Martin Naundorf als Ziel ausgab, dürfte allerdings kein leichtes Unterfangen werden: „Die Banken geben uns kein Geld, und die Lieferanten bestehen auf Vorkasse – das wird eine große Herausforderung“, fasste Paur die Situation zusammen. Leuna-Harze und InfraLeuna halten jeweils 50 Prozent an der neuen Gesellschaft. Wann die Anlagen am Standort wieder hochgefahren werden sollen, ist noch unklar.