Nadelöhr Nahost: Polymerkonzerne reagieren mit drastischen Maßnahmen auf die Folgen des Iran-Kriegs (Foto: SmarterPix/sqback)
Während sich mit Engpässen bei Rohöl und Naphtha zunehmend Verwerfungen in der Olefin-Erzeugung im Mittleren und Fernen Osten zeigen – beispielsweise durch Force Majeures bei Crackern in Taiwan, Singapur und Indien –, rückt die Eskalation im Nahen Osten den Verarbeitern immer näher. Mit Inovyn, LyondellBasell und Sabic haben inzwischen mindestens drei große Polymer-Erzeuger wegen des Iran-Kriegs weitreichende Force Majeures auf Lieferungen in die Region erklärt oder Energiezuschläge angekündigt, wie sie zuletzt in den Jahren 2021/22 üblich waren.
Dabei sind – anders als bei FM sonst üblich – keine Produktionseinschränkungen der Grund, sondern der Einfluss des Iran-Kriegs auf die „internationale See-Logistik“, wie ein Inovyn-Sprecher auf KI-Nachfrage erklärte. Deshalb beschränke sich die Maßnahme ausschließlich auf die PVC-Exporte. Der europäische Markt sei zu diesem Zeitpunkt nicht betroffen, heißt es seitens der Briten. Anders LyondellBasell: Der Kundenbrief, der KI vorliegt, betrifft nicht ausschließlich Lieferungen in den Nahen Osten, sondern zugleich auch den Rest der Welt.