Werk von Sipchem im saudi-arabischen Jubail (Foto: Sipchem)
Für den Konzern Sahara International Petrochemical (Sipchem, Riad / Saudi-Arabien) entwickelt sich der Krieg im Nahen Osten zu einem wirtschaftlichen Desaster. Die fortgesetzten Störungen in Produktion und Logistik führten zu erheblich geringeren Absatzmengen, hohen Lagerbeständen und steigenden Kosten für Vorprodukte wie Ethylen, Propan und Butan. Die etwas höheren Verkaufspreise wirkten kaum dämpfend.
Das Unternehmen meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Verlust von 807 Mio SAR (192 Mio EUR). Vor allem im zweiten Quartal erhöhte sich dieser erheblich: Es kam nahezu zu einer Verdreifachung des Verlustes aus dem ersten Quartal, bei dem auch millionenschwere Abschreibungen auf Werte von Tochterunternehmen eine gewichtige Rolle spielten. Die Erlöse verringerten sich gleichzeitig um die Hälfte auf knapp 2,1 Mrd SAR.