Türkei: Kunststoffverarbeiter boykottieren Polymer-Importe

09.04.2021

Wettert derzeit über hohe Polymerpreise: Pagev-Chef Yavuz Eroglu (Foto: Pagev)Wettert derzeit über hohe Polymerpreise: Pagev-Chef Yavuz Eroglu (Foto: Pagev)

Die türkischen Kunststoffverarbeiter – vertreten vom nationalen Verband der Hersteller von Kunststoffprodukten Pagev (Istanbul / Türkei) – haben einen Boykott auf sämtliche Polymer-Importe verhängt. Daran beteiligen soll sich auch die Chinese Plastic Products Manufacturers Association (CPPIA, Bejing / China), der Verband der chinesischen Kunststoffverarbeiter und -Produzenten. Beide haben ein „Raw Material Cooperation Agreement“ geschlossen, die chinesische Seite bestätigte den Schulterschluss mit der Türkei aber bislang offiziell nicht.

Pagev-Vorsitzender Yavuz Eroglu spricht in seiner Begründung für den Boykott von Zuständen, wie sie einst durch die Preispolitik der Opec während der Ölkrise herrschten. Es gehe darum, „die Spekulationsblase, die durch die petrochemischen Kartelle entstanden ist, zum Platzen zu bringen.“ Wie einst die Opec würden die petrochemischen Exporteure die Produktion ohne Not drosseln. Dies habe bei Polymeren und Rohstoffen seit November zu Preisanstiegen von durchschnittlich 150 Prozent im Einkauf geführt.

© KI – Kunststoff Information, Bad Homburg

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