PP-Anlage von LyondellBasell in Brindisi (Foto: LyondellBasell)
Der temporäre Aufschwung im zweiten Quartal durch den Hormus-Effekt hat sich für Versalis (Mailand / Italien) in den zurückliegenden drei Monaten nicht fortgesetzt. Der Verlust für den Chemiearm des italienischen Energiekonzerns Eni liegt im dritten Quartal mit -178 Mio EUR beinahe ebenso hoch wie im Vorjahresquartal. Auf neun Monate gerechnet beträgt der Verlust nun -401 Mio EUR – rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Das jedoch ist vor allem dem besseren zweiten Quartal zuzuschreiben, die strukturelle Schwäche bleibt. Hinzu kommt ein Verlust von 77 Mio EUR im dritten Quartal und 220 Mio EUR auf neun Monate gerechnet für den Umbau der Standorte – vornehmlich Brindisi und Priolo.
Beim eigentlichen Versalis-Verlust spielt eine wesentliche Rolle, dass das Unternehmen im dritten Quartal nach eigener Aussage wegen des Wettbewerbsdrucks und der geringen Nachfrage nicht in der Lage war, die höheren Kosten für Energie und Rohstoffe in die Polyolefinstrecke weiterzugeben. Das sorgte für zusätzlichen Druck auf die Margen, die laut Versalis ohnehin auf niedrigem Niveau liegen.