Nahe der Grenze zu Russland: Im estnischen Kohtla-Järve sollte die Pyrolyse-Anlage entstehen (Foto: VKG)
Das nächste Pyrolyse-Projekt für Kunststoffabfälle ist zunächst gestoppt: Der estnische Bergbaukonzern Viru Kemia Grupp (VKG, Kohtla-Järve / Estland; ) hat sein Großvorhaben, das in Kohtla-Järve im Norden des Landes nahe der Grenze zu Russland realisiert werden sollte, zumindest fürs Erste gestoppt. Es bestünden „fundamentale Risiken“ hinsichtlich der Abfallverfügbarkeit in Estland sowie der Technologiereife, begründete eine Unternehmenssprecherin die Entscheidung auf Nachfrage von KI. Zugleich scheinen auch die Erwartungen an das Marktpotenzial für Pyrolyseöl eher gedämpft zu sein.
Zuvor hatten unter anderem Dow, Neste und OMV die Planungen für ähnliche Anlagen deutlich nach hinten verschoben oder ganz aufgegeben.