Nordamerika: Preisrückgänge bei Polyolefinen und PVC

15.07.2026

Die nordamerikanischen Polymermärkte gerieten im Juni 2026 stark unter Druck. Vor allem die Standard-Thermoplaste Polyethylen, Polypropylen und PVC verzeichneten teils deutliche Preisrückgänge, da hohe Lagerbestände, eine schwache Nachfrage und sinkende Vorproduktkosten belastend wirkten. Lediglich Polystyrol und Polyamid 6.6 konnten sich dem Abwärtstrend im Berichtsmonat entziehen und verbuchten Preisaufschläge, die jedoch angesichts der inzwischen gefallenen Rohstoffkosten bereits wieder infrage gestellt werden. Insgesamt kühlte sich die Marktstimmung im Laufe des Monats spürbar ab, berichtet der Kooperationspartner RTi (Fort Worth, Texas / USA) des Branchendiensts Kunststoff Information.

Sinkende Preise für Propylen, Ethylen, Butadien und Benzol verringerten den Kostendruck entlang vieler Wertschöpfungsketten. Während der Benzol-Kontrakt im Juni noch höher als im Mai abgeschlossen wurde, deuten die im Monatsverlauf deutlich gesunkenen Spotpreise auf eine Eintrübung der Preiserwartungen für den Juli-Kontrakt hin. 

© KI – Kunststoff Information, Bad Homburg

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