
Bei unerfreulich geringer Nachfrage mussten Erzeuger erneut deutliche Reduzierungen ihrer Margen in Kauf nehmen. Zusätzlich einfließende günstige Importe ließen ihnen kaum eine Wahl. Im KI-Preispanel wurden teils erhebliche Abschläge gemeldet – vor allem bei TDI, stärker noch bei den Polyolen. Die Tendenz zu einem leichten bis mittleren Überangebot hielt an, da stellenweise umfangreiche Mengen an Importmaterial in den Markt drängten. Besonders schwach waren die Abrufe aus dem Automobilbau und dem Komfortsektor.
Der Boden dürfte jedoch erreicht sein. Wegen spürbar steigender Preise in Asien und anziehender Bedarfe in verschiedenen Anwendungssektoren Europas fordern Erzeuger für die kommenden Wochen bereits jetzt Aufschläge im teils deutlich dreistelligen Bereich. Wie viel davon sich tatsächlich durchsetzen lassen wird, bleibt angesichts der verhaltenen Nachfrage jedoch abzuwarten.