
Es ist die heftigste Preisbewegung, die der Branchendienst KI je verzeichnet hat: Infolge der explodierenden Kosten für Rohstoffe, Energie, Transport und Logistik, die der Nahostkrieg in den internationalen Lieferketten hervorgerufen hat, schossen die Notierungen für Polyolefine und Styrolkunststoffe Anfang April zwischen 600 und 725 EUR/t nach oben. Damit übertrafen die Aufschläge selbst die enormen Kostensteigerungen von Ethylen, Propylen und Styrol. Grund dafür sind absehbare Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten und den Standard-Thermoplastne.
Viele europäische Kunststofferzeuger verhängten bereits Lieferstopps oder allokieren die Mengen. Einige erklärten auch Force Majeure, meist wegen technischer Probleme. Derweil bleiben Importe aus Asien weitgehend aus. Geradezu verzweifelt versuchen Verarbeiter, sich Mengen zu sichern. Vor diesem Hintergrund können die Produzenten ihre Preise diktieren.