
Sehr unterschiedlich präsentieren sich die Preisbewegungen der Standard-Thermoplaste Anfang Mai 2026. Bei den Polyolefinen ist offenbar die Luft raus. Die neuerlichen Aufschläge für C2 und C3 können die Anbieter oft nicht einpreisen, weil viele Verarbeiter (und auch deren Kunden) mit dem hohen Preisniveau nicht klarkommen und/oder ohnehin nach den vorherigen Hamsterkäufen auf reichlich Beständen sitzen. Entsprechend abgekühlt hat sich die Nachfrage, und es häufen sich die Stornierungen zuvor bestellter Mengen. Je nach Material oder der Höhe der vorangegangenen Aufschläge können Verarbeiter somit offenbar sogar den Rollover erwirken.
Ganz anders das Bild bei PVC und den Styrolkunststoffen: Auch wenn viele Abschlüsse noch nicht festgezurrt sind, läuft es bei PVC angesichts eines weitgehend balancierten Markts wohl auf die Einpreisung der Kostensteigerung – also der hälftigen Berücksichtigung des C2-Anstiegs – hinaus. Und auch bei den Styrolkunststoffen oszillieren die Preiserhöhungen um die Kostenweitergabe.