Es geht voran: der brasilianische Petrochemiekonzern meldete starke Zuwächse im zweiten Quartal (Foto: Braskem)
Ein weiterer Krisenprofiteur: Die Auswirkungen des Nahost-Konflikts haben auch bei Braskem (São Paulo / Brasilien) die Geschäftsergebnisse im zweiten Quartal 2026 nach oben getrieben. Denn da vor allem die Konkurrenz aus Asien unter der eingeschränkten Rohstoffversorgung litt, konnte der brasilianische Konzern – wie viele andere Kunststofferzeuger aus Europa und den USA auch – deutliche Preisanhebungen durchsetzen und die Margen massiv verbessern. Marktanalysten hatten jedoch noch bessere Zahlen erwartet.
In den drei Monaten bis Ende Juni steigerte Braskem den Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 37 Prozent auf 21,71 Mrd BRL (3,6 Mrd EUR). Das bereinigte („Recurring“) Ebitda wurde auf 5,25 Mrd BRL mehr als verzwölffacht, und der Nettogewinn lag mit 3,33 Mrd BRL – anders als ein Jahr zuvor – wieder klar im positiven Bereich (Q2 2025: -267 Mio BRL).