Hoch hinaus: Die multiple Krise treibt den Strompreis (Foto: Pexels/Pixabay)
Der Strommarkt war im Juli multiplen Spannungen ausgesetzt. Das schlug sich in schwankenden Preisen nieder: Während die Notierungen für Spot leicht sanken, zogen sie im Termingeschäft an. Die aufgrund der Sommerhitze weiterhin stark reduzierte Leistung der französischen Kernkraftwerke (die Stromerzeugung lief um etwa 15 Prozent gedrosselt) limitierte das Angebot im Markt und verlangte nach Substitution durch einerseits Importe und andererseits alternative Quellen (Gas).
Dass auch die Windkraftwerke nur einen geringen Beitrag leisteten, trieb den Strompreis zusätzlich. Die Kompensationsquellen Gas und Kohle zur Abdeckung der Grundlast waren ebenfalls überteuert: der Gaspreis als Folge der wieder aufgeflammten Krise im Nahen Osten und der daraus folgenden Risiken der Versorgungssicherheit und der Kohlepreis wegen der dramatisch reduzierten Flusspegel und damit einhergehender Materialknappheit.