
Wie zu erwarten, verlief das Marktgeschehen bei PET in Europa während der Augustwochen in ruhigeren Bahnen. Zwar gab es einige Unsicherheiten aufgrund der volatilen Ölpreise und der unklaren Lage in den Vorprodukt-Märkten. Dennoch blieb das Angebot mehr als ausreichend, da die ohnehin flaue Nachfrage durch die reduzierten Produktionen bei den Verarbeitern noch zusätzlich gedämpft wurde. Viele kleinere Abnehmer, bei denen der Einkauf häufig Chefsache ist, nutzten die ruhige Situation, um etwas höhere Abschläge zu erreichen. Sie reduzierten damit die in den Vormonaten aufgegangene Spanne zu den größeren Abnahmen. Die Importangebote dünnten wegen einiger sturmbedingter fernöstlicher Hafenschließungen etwas aus.
Für den September deutet die Lage auf einen starken Rollover mit allenfalls moderaten Aufschlägen hin. Aber über den Märkten schwebt eine eher diffuse Unsicherheit, bedingt durch Herausforderungen in der Logistik und ein mögliches Wiederaufflammen des Iran-Konflikts. Bei vielen Abnehmern beginnt nach der Urlaubszeit die Neubewertung der Lagerbestände, um die Höhe der Wiederauffüllung zu klären. Möglicherweise kann es dadurch hier und da zu vorübergehenden Lieferengpässen kommen.