
Es war wohl ein herber Oktober für alle Akteure des Polypropylen-Marktes. Den Anfang machte der Propylen-Kontrakt, der mit einem satten Aufschlag von 80 EUR/t fixiert wurde. Dies sowie gestiegene Energie- und Logistikkosten drängten Erzeuger dazu, deutliche Preiserhöhungen zu fordern. Die Verarbeiter hatten jedoch an einer bescheidenen Auftragslage zu knabbern – zumal auch sie unter der sprunghaften Verteuerung von Strom und Logistik litten. Erschwerend für die Verkaufsseite kam hinzu, dass der Markt mehr als ausreichend versorgt war. Letzten Endes konnten die PP-Produzenten ihre Preisvorstellungen immerhin teilweise durchsetzen.
Ob sich die Situation im November wiederholt, darf bezweifelt werden. Propylen verteuerte sich erneut um 80 EUR/t. Die Nachfrage wird jedoch wohl keine Impulse mehr erfahren. Denn auch wenn beispielsweise eine erneute Eskalation im Nahen Osten die C3-Spotpreise in die Höhe treiben sollte, so planen gegenwärtig viele Verarbeiter, ihre Lagerbestände abzubauen.