
Der kräftige Rückgang des Ethylen-Kontrakts um 200 EUR/t hat die PVC-Notierungen weiter auf Talfahrt geschickt. Nach den massiven Verteuerungen der Vormonate nutzten die Verarbeiter die gesunkenen Vorproduktkosten und die schwache Nachfrage im Juli, um zusätzliche Zugeständnisse durchzusetzen. Die Erzeuger hatten dem wenig entgegenzusetzen: Trotz gedrosselter Anlagen blieb der Markt komfortabel versorgt, während gleichzeitig asiatische Importe neue Höchststände erreichten.
Marktteilnehmer berichteten zudem von einer überraschend hohen Preisflexibilität mehrerer Produzenten. In der Folge unterschritten die heimischen Spotnotierungen das Preisniveau asiatischer Konkurrenzware. Für August zeichnet sich nur geringer Preisbewegungsspielraum ab.